Chrome OS: Open Source als Köder

Warum Google ein eigenes Betriebssystem herausbringen möchte, beschreibt meiner Meinung nach sehr treffend ein Artikel bei Spiegel Online . Die Kernaussage:

Je mehr Zeit Menschen im und mit dem Internet verbringen, desto besser für Google

Egal ob Android, Chrome oder Chrome OS: Hinter all den Open Source-Projekten von Google steckt letztlich nur ein Ziel, nämlich noch mehr Nutzer für die eigenen Dienste zu gewinnen und damit mehr Umsatz mit den eingeblendeten Anzeigen zu machen. Auch das Sponsoring von Firefox fällt letztlich in diese Kategorie, ist die Startseite des Browsers doch standardmäßig auf Googles Suchseite eingestellt.

Und mit einem eigenen Betriebssystem lassen sich Nutzerdaten nicht nur im Web, sondern auch auf dem Desktop sammeln, was noch zielgerichtetere (und besser bezahlte) Werbung ermöglicht. Google nutzt Open Source also letztlich nur als Köder für die eigenen proprietären Angebote.

In diesem Licht betrachtet, kann man Chrome OS durchaus als Angriff auf FLOSS ansehen. Für mich steht jedenfalls fest, dass mir kein Android-Handy und auch kein Chrome OS-Rechner ins Haus kommt. Da bleibe ich lieber bei “richtiger” Open Source und nutze weiterhin Linux…

CUPS-Links ins Nirgendwo

Vor ein paar Tagen wollte ich Mandriva 2009, welches ich ja noch auf meinem Rechner installiert habe, mit meinen CUPS-Netzwerk-Drucker verbinden, so dass ich auch von dort aus drucken kann. Doch das wollte einfach nicht funktionieren.

Erst suchte ich den Fehler bei Mandriva, denn sowohl unter Ubuntu als auch unter Windows ließ sich der Drucker damals problemlos einbinden. Doch mit etwas Nachforschung fand ich heraus, dass der Fehler wohl beim Server bzw. CUPS liegen muss. Denn einerseits funktionieren jetzt auch die anderen Clients nicht mehr, und das Webinterface von CUPS macht seltsame Dinge.

Es führen nämlich plötzlich sämtliche Links auf der Seite “Drucker” ins Leere. Statt eines Links der Form “http://192.168.1.120…..” (der IP des Servers) führen sie zu “http://127.0.0.1…..” (der Loopback-IP des Servers). Somit kann ich den vorhandenen Drucker weder deinstallieren oder sonstwie bearbeiten, zumindest nicht per Webinterface.

Stellt sich jetzt die Frage, was da schief gelaufen ist und wie ich das wieder hinbiegen kann. Tipps sind herzlich willkommen und ich werde wohl noch einen Eintrag im Ubuntuusers-Forum verfassen in der Hoffnung, dass mir dort geholfen werden kann. Bis dahin muss ich eben mein Netbook zum Drucker tragen, um mein Zeug zu Papier zu bringen (was glücklicherweise nicht allzu häufig der Fall ist).

BH-103: Ein Headset für alles

Lange hatte ich gezögert, mir ein kabelloses Headset für das E71 zuzulegen. Man liest ja immer wieder Kommentare von wegen schlechter Klangqualität und dergleichen. Doch nun habe ich doch zugegriffen und mit das Nokia BH-103 gegönnt.

Schön: Das BH-103 kommt im Karton statt in Blisterverpackung

Schön: Das BH-103 kommt im Karton statt in Blisterverpackung

Für knappe 30 Euro habe ich jetzt ein Headset, mit dem ich telefonieren und, was für mich viel wichtiger ist, auch Musik hören kann. Insbesondere in Verbindung mit der Podcast-Funktion des E71 ist das eine feine Sache: beim Frühstück die neueste Ausgabe des Podcasts runtergeladen und anschließend im Bus angehört.

Im Karton sind Headset, Ladegerät, verschiedene Aufsätze für die Ohrstöpsel und Handbuch

Im Karton sind Headset, Ladegerät, verschiedene Aufsätze für die Ohrstöpsel und Handbuch

Da das BH-103 In-Ear-Ohrstöpsel hat, schirmt es Umgebungslärm ab, was gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln sehr angenehm ist. Damit es in jeden Gehörgang passt, werden verschieden große Aufsätze mitgeliefert. Und zu guter Letzt finde ich den Klang auch recht ordentlich, ein Rauschen, Knacksen oder gar Aussetzer habe ich nur dann, wenn ich mehrere Meter vom E71 entfernt bin. Im “normalen” Gebrauch (E71 in der Tasche, Headset vielleicht 0,5 Meter entfernt) gibt’s keine Probleme.

Auch die Verbindung mit dem E71 war innerhalb einer Minute hergestellt: Headset in den Pairing-Modus schalten, am E71 hinzufügen, PIN eingeben, fertig. Schalte ich nun das BH-103 ein, erkennt es das Handy gleich als Headset und leitet Musik und Anrufe dorthin weiter.

Zur Akkulaufzeit kann ich derzeit noch keine Aussage treffen. Diese soll bei 6h Musikwiedergabe liegen.  Über die letzten Tage dürften bei mir so ca. 3 Stunden Nutzungsdauer zusammengekommen sein, und das Headset zeigt noch keine Ermüdungserscheinungen. Das mitgelieferte Ladegerät hat übrigens den gleichen Stecker wie das des E71, was bedeutet, dass ich kein weiteres Netzteil am Schreibtisch einstöpseln muss bzw. ein “Reiseladegerät” zur Verfügung habe.

Bislang bin ich mit dem BH-103 sehr zufrieden und überlege sogar, meinen MP3-Player in Rente zu schicken und nur noch per Smartphone und BT-Headset mobil Musik zu hören…